Zu zweit allein.
September 28, 2007
Schon letzten Sommer hatte ich das Gefuehl bei Sabrina gegen eine Mauer zu laufen. Jetzt weiss ich auch den Grund dafuer und dass zwischen uns nichts passieren wird. Zehn Jahre Beziehung brauchen eben Zeit, um verdaut zu werden. Und ich dachte schon, mir ginge es schlecht… Sabrina.
Ich hatte schon die ganze Zeit so ein Gefuehl, dass sich hinter all der Froehlichkeit eine tiefe Trauer versteckt. Jetzt bin ich mir sicher.
Roadtrippin*2
September 28, 2007
Venedig. Buon giorno. Das Meer. Servus. Aber weiter als bis zum Hafen schaffen wir es nicht. Wir ueberlegen kurz, ob wir mit der Faehre in waermere, sonnigere Gefielde uebersetzen sollen. Sabrina wird seekrank. Schon beim drueber sprechen. Waere aber trotzdem zu allem bereit. Wir finden uns ueberhaupt nicht zurecht, dafuer aber ein paar lustige Briefkaesten an einer Mauer ohne Eingang. Wir verlassen Venedig, ohne richtig dagewesen zu sein. Unser Ziel scheint die Strasse.
Und die hat Einiges zu bieten. Dies z.B. oder auch sowas hier.
Roadtrippin*1
September 28, 2007
Vor drei Tagen. Nachts…
Ueber Oesterreich gehts nach Italien. Venedig soll das erste Ziel sein. Auf den Paessen faellt der erste Schnee. Pass(t)
Ein kurzer Zwischenstopp mit Bier in einem Tal des Mondscheins irgendwo in Oesterreich.
Ein kleines, ueberaus verschlafenens Nest empfaengt uns in Italien. Ueber allem der Mond.
Die Nacht verbringen wir irgendwo im Nirgendwo. Es regnet und windet, donnert und blitzt. Die ganze Nacht. Ich schlafe kaum. Es ist kalt. Und laut.
Dekonstruktion
September 25, 2007
Manchmal bekommst Du auf eine Frage eine Antwort, die Dir nicht gefällt. Wenn Du also nicht sicher bist, wie die Antwort ausfällt, solltest Du Dir gut überlegen, ob Du sie wirklich hören willst. Und falls nicht, solltest Du die Frage lieber für Dich behalten. Wenn Dir die Antwort nicht gefällt, dann musst Du damit leben. Ob Du willst oder nicht. Aber beklag Dich nicht und mach keine Vorwürfe. Denn Du hast gefragt und Du wolltest es wissen.
„Plan“-Änderung
September 24, 2007
Der Rechner bleibt noch. Bis morgen früh. Is mir jetzt zu stressig nach Stuttgart zu heizen. Außerdem werde ich um 17 Uhr in Fuschl am See erwartet. Ein guter alter Freund arbeitet dort bei Red Bull. Ich freu mich ja so! Auf jeden Fall kann ich in aller Ruhe erst gegen Mittag aufbrechen. Jess – bloß kein Stress!
Funkstille. Psst!
September 24, 2007
Vergessen wir mal den ganzen schizophrenen Scheiß. Es gibt noch was zu tun. Ich werde jetzt, sobald diese Zeilen geschrieben sind, meinen Laptop ausschalten, zuklappen, einpacken und zu Gravis tragen. Dort werde ich ihn den Fuckern vom „Service“ ganz vorsichtig auf die Theke knallen und verlangen, die Scheiße zu reparieren. Das bedeutet, dass ab sofort für unbestimmte Zeit digitale Funkstille herrschen wird.
Ich überlege grade, ob ich aufs Ganze gehen will, und die Adresse dieses blogs in skype eintrage. Aber wird mich das hemmen? Werde ich trotzdem über wilden Sex im Meer schreiben, wenn ich weiß, dass meine EX das lesen kann? Werde ich überhaupt wilden Sex haben? Eigentlich egal. Ich hab ja Schluss gemacht. Ich hau jede Stütze weg, die sich mir bietet, bis ich allein aufrecht stehen kann. Tolle Idee, oder? Ich hör jetzt auf zu denken und überrasch mich wieder selbst. Bin schon gespannt. Also, bis bald. Klappe zu, Rechner weg.
Schizophren.
September 24, 2007
Grade hatte ich Kontakt. Mit IHR. Meiner EX. Komische Sache. Ich hatte wirklich ein schlechtes Gewissen IHR gegenüber. Weil ich IHR nichts erzählt habe von meiner Reisebegleitung. Also, das hatte ich auch nicht vor, aber dann haben wir telefoniert und ich habe erzählt, dass ich wegfahre (Fehler 1). Weil SIE mich bei der Arbeit vertreten soll. Dann hat SIE gefragt: Mit wem fährst Du? Ähm – tja – also, … Allein? (Fehler 2) Kotz! Lüge! ALARM!! Ich hasse Lügen!
Jetzt weiß sie es. Und ich… ich weiß gar nichts mehr. Aber ich wahr ehrlich. Verdammt wo bleibt der Engel auf der linken Schulter? Kein gut gemacht? Arsch. Ich fühle mich immer noch zu IHR hingezogen. Obwohl ICH schlussgemacht habe. Kann mir das bitte mal jemand erklären? Ist das normal? Ich bin SO kurz davor, SIE statt IHR einzupacken. Aber das geht nicht. Nicht jetzt. Mistscheissverdammter.
Gefährt(e) #1
September 23, 2007
So. Das isser nun. Der Bus. Mein Zuhause für die nächste unbestimmte, aber limiterte Zeit. Klick: Gefährt(e) #1
Das Timing …
September 23, 2007
… ist perfekt und beschissen gleichermaßen.
1. Perfekt. Weil ich mein Studium grade eben hinter mir gelassen habe und mich noch nicht für einen Job habe verhaften lassen und seit 7 Jahren nicht am Meer war. Weil mein macbook und mein eizo sich gerade zur gleichen Zeit je eine nervige Macke zugelegt haben: Der eine flackert, der andere brummt. Ich hatte mir schon Gedanken gemacht gemacht, wie ich die Reparaturzeit ohne die beiden überleben soll. Man lebt ja schließlich voll digital. Naja, mindestens zu 50%. Aber jetzt weiß ichs: Ich fahr 2 Wochen weg. Und wenn ich wiederkomme, warten meine Digitalen Freunde schon auf mich. Perfekt.
2. Beschissen. Weil ich mich gerade von meiner Freundin getrennt habe. Nicht weil sie mich oder ich sie betrogen oder belogen habe, nicht weil ich die Schnauze voll von ihr habe sondern aus dem einfachen Grund: Sie liebt(e) mich und ich habe sie „nur“ lieb (gehabt?). Emotionsgefälle habe ich das mal bezeichnet. Treffend. Zerstörerisch. Herzzerreißend. Klar, eigentlich ist der Zeitpunkt perfekt. Trennung – Urlaub. Aber: Ich mag sie sehr. Und ich wollte mit IHR in den Urlaub. Und ich fühle mich verdammt mies. Weil ich sie verlassen habe und jetzt ohne sie wegfahre. Dazu noch mit einer anderen. Oh mann. Ich darf nicht mehr an sie denken. Das tut weh. Aber denk Du mal NICHT an ein grünes Fahrrad (z.B.), wenn Du dazu aufgefordert wirst. Ganz schön schwierig.
Geht’s noch?
September 22, 2007
Das wäre wohl das, was meine Eltern sagen würden, wenn sie wüssten, was ich vorhabe. Und auch was mich mein Spiegelbild heute morgen erst gefragt hat. „Geht’s noch?“ Ich hoffe doch. Jedenfalls gebe ich mir alle (?) Mühe.
Das ist der Plan: Mit einem VW-Bus (den ich nicht kenne) und einer Frau (die ich nicht kenne) zu einem Ziel (das ich nicht kenne) in einem Land (das ich noch nicht kenne). Ähm – oke. Plan kann man das wohl nicht nennen. Aber so wirds laufen. Muss. Ich will, dass es läuft.
Ziemlich viele Variablen also. Aber das ist gut! Schluss mit Nummer sicher. Jetzt wirds „gewagt“. Am Dienstag gehts los, ich schlafe jetzt schon schlecht. Die Memme in mir bricht immer wieder durch und fragt blöde Sachen. Die einzige unter vielen Fragen, die ich als berechtigt gelten lasse, ist folgende: „Schnarcht sie?“ Und oke, vielleicht noch diese hier: „Wäre sie auch mit jedem anderen netten Kerl in einem engen VW Bus mit nur einer Schlafstätte ans Meer gefahren, oder steckt da mehr dahinter?“ Ich versuche, dieser Frage vorerst auszuweichen, denn ich weiß selber nicht, ob ich mehr erhoffe.